Gefangen in der Bärenfalle - golfen.cc

Gefangen in der Bärenfalle

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Die PGA ist in den USA eine mächtige Organisation, die in diesem Jahr ihren 100. Geburtstag feiert. Der Dachverband der US-Profigolfer und Golflehrer sitzt im noblen West Palm Beach an Floridas Atlantikküste. Otto Normalgolfer würde von dieser Organisation kaum etwas mitbekommen, wenn da nicht das PGA National Resort wäre. Dieses Golfresort der Superlative in der Avenue der Champions von Palm Beach Gardens verfügt über fünf Golfplätze (The Champion, The Palmer, The Fazio, The Squire, The Estates), ein 4-Sterne-Hotel und ein riesiges SPA. Wer sein Golfspiel verbessern will, findet hier eine David Leadbetter Akademie und ein Fitting Labor für Schläger.

Das Besondere am Hotel: Die PGA betreibt dieses Resort zwar nicht mehr, sondern hat Namensrechte und Betrieb an die Century Golf Partners weitergegeben. Century ist einer der größten Betreiber von Golfanlagen und Golfhotels der Welt. Golf wird hier groß geschrieben und auf dem The Champion Course wartet mit der Bear Trap ein Meisterwerk der golferischen Gemeinheiten aus der Designfeder von Jack Nicklaus auf die Spieler.

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Der Beginn der Bärenfalle: Toughe Schlusslöcher, hier entscheidet sich der Score.

Schmale Landezonen, ein trickreiches Wasserloch und andere Schwierigkeiten haben diesen Schlusslöchern (15, 16 und 17) den Beinamen „Bärenfalle“ gegeben. Besonders bei Wind schnappt sie unerbittlich zu. Jack Nicklaus über diese drei Löcher: „Das Spiel sollte hier verloren oder gewonnen werden.“ So ganz nebenbei: Der “Champions” weist ein Sloperating von 148 auf.

Wenn dieser Tage die Honda Classic 2016 zum zehnten Mal über die Bühne geht (in Deutschland nur auf Sky) können Normalgolfer den besten Golfern der Welt zuschauen, wie schwierig dieser Platz und speziell die Kombination der Schlusslöcher, eben jene Bärenfalle, sich spielt. Bei unserem Besuch im Januar wurden die Megatribünen am Wasserloch (17.) gerade aufgestellt. Stimmung ist hier vorgrammiert! Der Champions-Kurs war bereits mehrfach Austragungsort hochangesehener Turniere wie dem Ryder Cup 1983, der PGA Championship 1987 und die Senior PGA Championship in den Jahren 1982 bis 2000.

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Der großzügige Außenpool des PGA National.

Und weil Golfresorts die Ambition haben, den Golfern alles in nächster Nähe anzubieten, wartet nach der Runde im Hotel ein entspannendes SPA mit Massage oder der Besuch der Sportbar mit stets laufenden Golfübertragungen und am Abend ein formidables Steakhouse. Von der Bauweise vielleicht, vom Pflegezustand keinesfalls, sieht man dem Hotel an, dass es bereits mehr als drei Jahrzehnte auf dem Buckel hat.

In den USA ist zwar nichts wirklich nah, aber Tigers Standbein als Kneipier im Badeort Jupiter liegt quasi „um die Ecke“ und ist allemal einen Besuch wert. Der Star selber zeigt sich allerdings nur in Bildern und Devotionalien.

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Durchaus spielenswert: Der kommunale GC Okeeheelee im gleichnamigen Park.

Die fünf Plätze des PGA Resorts sind die eine Seite der Medaille. Für gutes Geld von 240 Dollar (The Champion) und 160 Dollar (übrige Plätze) spielt der Urlauber im PGA National aber sicherlich nicht jeden Tag. Wer ein paar Kilometer ins Hinterland von West Palm Beach Richtung Okeechobee See fährt, spielt im Sugar Cane Golf Club ab 25 Dollar und im Okeeheelee, einem Kommunalen Golfclub, ab 30 Dollar. Beide Plätze sind durchaus spielenswert und nicht unattraktiv. Insgesamt verfügt die Region über mehr als 50 Golfplätze.

ThePalmBeaches.com

pgaresort.com

visitflorida.com

 

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