Gradonna - ein Hundeparadies - golfen.cc

Gradonna – ein Hundeparadies

Nach der Wanderung auf der Terrasse eines Gradonna-Chalets.

Also, wenn Ihr mich fragt, mir gefällt es hier. Wenn Herrli die Haustür aufmacht, rieche ich den Wald, die Wiesen, die Tiere der Nacht. Leider läßt er mich nicht hinterher jagen. So einen Hasen oder einen Marder würde ich gern hetzen, aber das mag weder Herrli noch der Jäger. Pardon, ich habe mich noch nicht vorgestellt: Ich heiße Brunello und bin ein dreijähriger Parson Russell Terrier mit viel Bewegungsdrang. Mein Frauli und mein Herrli, die Connie und der Bernd, sind dieses Jahr nicht an den Strand gefahren. Gottseidank! Den ganzen Tag nur Schatten suchen, im Sand liegen, Hitze und lärmende Eisverkäufer.

Ich kann nicht genau sagen, wo wir uns jetzt befinden. Jedenfalls ist es angenehm kühl, viel Wald und tolle Gerüche, vor unserem Haus gibt es viele Wiesen, auf denen ich laufen darf. Meine Hundedecke liegt auf einem Balkon und da liege ich gern. Wenn dann meine neuen Freunde vorbeikommen, wird ein bisschen gelaufen und auf der Wiese gespielt. Am Abend dann liege ich am Kachelofen drinnen im Zimmer und bin rechtschaffen müde.

So oder ähnlich würde mein Hund Brunello aus seiner Sicht die Ferien im „Gradonna Mountain Resort“ schildern (natürlich immer mit den Worten seines Herrchens). Herr und Hund sind jedenfalls hier in Kals am Großglockner bestens aufgehoben. Kein schräger Blick, wenn ich mit meinem vierbeinigen Freund auf die Terrasse des Hotels komme. Einige seiner Hundefreunde sind mit ihren Frauchen und Herrchen bereits da. Sie vertragen sich super und Maria, die freundliche Serviererin, bringt für Brunello sogar einen kleinen Wassernapf.

Mein Hund ist glücklich hier. Wie man das erkennt? Er hat das Chalet sofort als sein Heim angenommen ( wie ich übrigens auch). Untertags erholt er sich von den weiten Wanderungen mal auf dem kühlen Eichenparkett, mal auf seinem kuscheligen Schlafsack, und weil Brunello ein verwöhnter Prinz ist, ist der Schlafsack mit Schaffell gefüttert. Am liebsten aber liegt er auf dem Balkon und lässt seine Nase über die Brüstung hängen. Er kann dann das gesamte Tal überblicken und nichts entgeht ihm. Nur ab und zu kommt er ins Wohnzimmer, schlabbert Wasser aus dem Edelstahlnapf, das Teil seiner Gradonna-Hundeausrüstung war.

War ganz schön heiß diese Golfrunde.

War ganz schön heiß diese Golfrunde.

Der nächste Golfplatz im Defereggental

Nach dem Frühstück stehen uns dann die vielen hundert Kilometer Wanderwege im Osttiroler Ferienort Kals zur Verfügung. Diese beginnen direkt vor meinem Resort und nach wenigen hundert Metern hat uns der Bergwald verschluckt. Klar, Wandern im Bergwald ist nicht faules Herumgeliege an irgendeinem Strand. Im Gegenteil und dann kommt noch etwas hinzu: Die Höhenlage. Der AMAS-Höhenstudie aus dem Jahr 2001 zu Folge tritt für einen „Flachländler“ schon bei einem Aufenthalt auf mehr als 1.400 Höhenmeter ein Trainingseffekt ein – und das Mountain Resort liegt auf mehr als 1.500 Höhenmetern. Wie ist das dann erst bei einem ausgedehnten Spaziergang? Auf alle Fälle schmecken nach ein paar Stunden Wanderung auf der Hütte Speckbrot und Leckerli, Buttermilch und Quellwasser besser als Spaghetti und Rotwein.

An anderen Tagen waren wir im Tal beim Golfspielen. Der nächste Golfplatz liegt eine gute halbe Autostunde entfernt im Defereggental. Brunello, der in Bad Griesbach seine Hundeplatzreife gemacht hat, war wacker mit dabei. Zugegeben, Golf ist ihm noch lieber als nur Wandern, denn wenn der kleine Ball flitzt, erinnert ihn das an die Jagd – auch wenn die Leine ihn da etwas ausbremst…

Osttiroler Weiderind auf der Menuekarte

Am Abend genieße ich dann die Schmankerln im Gradonna Mountain Resort und bestelle Rotwein (der Sommelier hatte sogar einen Brunello del Montalcino auf der Weinkarte) und Roastbeef vom Osttiroler Weiderind. Mein Hund kuschelt derweil am Kachelofen im Haus und träumt von den Gämsenspuren und den vielen Schafen und Kühen, denen wir auf unserer Wanderung begegnet sind. Träumt von den Rufen der Steinadler und Bussarde, vom Wind, der in den Ästen des Bergwalds rauscht und dem murmelnden Bergbach. Mein Hund liebt Heimatkitsch…

Kuscheln im Schaffell.

Kuscheln im Schaffell.

Die Nacht ist dann herrlich frisch und die dicke Bettdecke wärmt mich und mein kleiner Freund liegt in seinem Hundeschlafsack aus dicker Schafwolle. Sein wohliges Grunzen beweist mir, wie wohl er sich fühlt. Am nächsten Morgen blinzelt die Sonne schon ab sechs Uhr ins Schlafzimmer. Mein erster Weg führt mich zum Ofen. Einige dicke Scheite, darunter Kleinholz und der Zirbenanzünder. Bis ich aus der Dusche kommen, prasselt das Feuer. Feuertür schließen und der schwedische Specksteinofen hält die Wärme für viele Stunden. Das Kaminholz gibt es übrigens im Resort-Laden gleich fein gebündelt. Brunello hat von seinen Spaziergängen so manches Stöckchen mitgeschleppt, das ebenfalls in den Ofen wanderte.

Gassi-Wege ausgeschildert

Die ausgewiesenen Hunde Gassi-Wege und die Wanderwege sind total hundegerecht. Das heisst: Selbst , wer die kleinen schwarzen Plastiktüten für etwaige Hinterlassenschaften zu Hause vergessen haben wollte, wird hier bestens bedient. Hundwege müssen ja nicht von weitem als solche erkennbar und mit Tretminen gepflastert sein.

Das Gradonna Resort hat sogar einige spezielle Gassi-Runden auf dem Plan. Zwischen rund 45 Minuten entlang des Kalser Bachs zum Eingewöhnen auf der Höhe bis zur 2-Stunden-Wandeurng zur Moa-Alm liegt die Bandbreite. Wer will kann natürlich auch den normalen Wanderwegen folgen. Wichtig war mir allerdings, dam Namen Gradonna auf den Grund zu gehen. Dies läßt sich am besten bewerkstelligen, wenn man den Einstundenweg zur gegenüberliegenden Talseite unternimmt, zu Gradonna Felsenkapelle. Der Bauer Josef Kerner hat diese in einen Felsen hineingegraben und Gradonna ist ein uralter Flurname und keine pfiffige Wortschöpfung kreativer Werbefachleute.

Ausblick ins Tal und auf eines der Chalets.

Ausblick ins Tal und auf eines der Chalets.

Hundewaschplatz in der Tiefgarage

Sollte sich der vierbeinige Begleiter unterwegs schmutzig gemacht haben – kein Problem: In der Tiefgarage befindet sich ein Hundewaschplatz, wo der Hund (und eventuell auch die Stiefel von Frauchen und Herrchen) abgewaschen werden können. Für Brunello jedenfalls gab es auch ein kuscheliges Handtuch.

Das Gradonna Mountain Resort verfügt über 140 Zimmer, davon nur vier Hundezimmer. Die 41 Chalets allerdings sind alle hundegeeignet. Neben einem großen Freipool. Einem mittels Solarzellen geheizten Schwimmteich und einer großen Spa- & Wellness-Abteilung verfügt das Gradonna über Leihfahrräder und einen Shuttleservice für Wanderer. Die große Stärke allerdings spielt das Mountain Resort im Winter aus. Es liegt direkt an der Skipiste und am Abend gleitet man per Ski vor das Chalet. Skisafes vor dem Haus und Skischuhwärmer im Chalet machen das Wintersportglück perfekt.
www.gradonna.at

 

Kommentar hinterlassen zu "Gradonna – ein Hundeparadies"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Bitte den Sicherheitscode (Catcha) ausfüllen *

Blogverzeichnis - Bloggerei.de
This website uses cookies to offer you the best experience online. By continuing to use our website, you agree to the use of cookies.