Head-Fitter Herbert Muser: Material und Know-How - golfen.cc

Head-Fitter Herbert Muser: Material und Know-How

Wo gehobelt wird.... Foto: BIG-Sport

Die großen Hersteller der Golfbranche kennt jeder. Bei Nischenprodukten aber lohnt es sich, genauer hinzuschauen. Hinter dem Kürzel B.i.G. versteckt sich keine Schlägermarke wie jede andere. Die im Westen von München ansässige Manufaktur bedient ihre Kunden mit hoch präzisen Golfschlägern und weiß mit einem ganzheitlichen Ansatz zu überzeugen. Managing Director und Chef-Fitter Herbert Muser im Gespräch mit golfen.cc:

Herbert Muser und sein Trackman-Radar. Foto: BIG-SPort

golfen.cc: Herr Muser, erzählen Sie uns bitte etwas über B.i.G.

Herbert Muser: Die Firma B.i.G. wurde vor acht Jahren in Winsen an der Luhe gegründet und 2013 von Jürgen Dorsch übernommen. Seit knapp zwei Jahren haben wir unseren Firmensitz einschließlich Fitting-Lounge und Produktion in München-Pasing. Dort empfangen wir unsere Kunden, bieten Werkstattführungen und unser exklusives Fitting-Erlebnis an. Natürlich fertigen wir unsere Schläger auch direkt vor Ort.

golfen.cc: Können Sie uns erklären, was Sie von anderen Anbietern abhebt, was Sie anders machen?

Herbert Muser: Man kann sagen, dass wir uns durch unsere vier „Säulen der Firmenphilosophie“ von anderen Anbietern abheben. Zunächst wäre hier der Materialeinkauf zu nennen. Wir kaufen nur allerbeste Materialien ein. Unsere einzigartigen Schlägerköpfe aus Carbon-Edelstahl stammen aus der wohl ältesten Schmiede Japans. Unsere Aerotech-Schäfte sind die Nr. 1 auf der PGA Tour – und da ein Schaft ca. 80 % der Performance ausmacht, sind wir in diesem Bereich sehr gut aufgestellt. Und natürlich haben wir alle gängigen Griffe im Angebot.

Wir bieten eine Materialvorbereitung, die ihresgleichen sucht. Alle Schlägerköpfe, Schäfte und Griffe werden nochmals extra abgewogen, bevor wir sie einlagern. Das nimmt nach manch einer Lieferung ein zwar ein paar Tage in Anspruch, lohnt sich aber: die Unterschiede innerhalb einer Charge Schlägerköpfe sind oft erstaunlich hoch.

Zudem stellen wir anhand von Schwingungsmessungen den exakten Schaftflex fest. Es gibt bei uns keine R- oder S-Schäfte – unsere Schäfte werden nach der Schwingungseinheit CPM (CYCLES PER MINUTE) eingeteilt. Also danach, wie oft ein Schaft in der Minute schwingt.

golfen.cc: Was passiert dann mit den Schäften?

Präzisionsverarbeitung der Materialien, wie hier der Schlägerköpfe.   Foto: BIG-Sport

Herbert Muser: Weiterhin spinen wir alle unsere Schäfte. Das heißt, jeder Schaft hat durch die Produktion eine Unwucht, vergleichbar mit der des Autoreifens, die zu einer größeren Streuung beim Ballflug führt. Wir finden mit Spezialmaschinen die, ohnehin nur minimale Unwucht des Schaftes heraus und reduzieren diese durch eine spezielle Einbautechnik in unserer Produktion. Das macht unsere Schläger, auch und vor allem bei Fehlschlägen, wesentlich gerader und länger.

golfen.cc: Also höchste Qualiät. Was macht Ihre Verarbeitung so besonders?

Herbert Muser: Die dritte Säule ist „Fitting nach Performance“. Während des Fittings wird zum Beispiel nur das 6er-Eisen des Kunden mit unserem 6er-Eisen verglichen. Er oder sie schlägt etwa zehn Bälle, die vom Trackman aufgenommen werden. Danach bauen wir vor Ort einen Schläger von uns zusammen, mit dem der Kunde ebenfalls zehn Bälle schlägt. Man erkennt danach deutlich, dass unser Schläger eine bessere Richtungs- und Längenkontrolle aufweist. Man kann also sagen, dass es in unserem Fitting nur um den Vergleich der Schläger des Kunden und unserer Schläger geht.

Unterm Strich stehen wir für eine „Null-Toleranz“-Produktion. Wir bauen die Schläger so präzise, dass sie auf 1 mm und auf 0,1 Gramm genau passen. Dazu setzen wir alle notwendigen Fachwerkzeuge und Maschinen ein, die auch im Profibereich verwendet werden. Wir fitten wirklich auf Tour-Niveau!

golfen.cc: Wo sonst, außer in Ihrem Firmensitz in München, können sich Golfer auf B.i.G. fitten lassen?

Herbert Muser: Mittlerweile haben wir diverse Premiumpartner, die unsere Produkte in ihren Golfclubs und Fitting-Zentren anbieten. Ganz neu dabei ist Simon Hangel vom Golf Club Achental, aber auch bei der Firma Skytec von Christian Wydra und Paul Sierocinski im Allgäuer Golf- und Land Club oder im Golf de Andratx auf Mallorca kann man B.i.G.-Schläger live erleben, um nur einige zu nennen.

golfen.cc: Gibt es eine bestimmte Handicap-Zielgruppe, die Sie besonders ansprechen möchten?

Herbert Muser: Unsere Kunden bewegen sich in allen Handicapklassen. Anfänger können unsere Schläger ebenso spielen wie Plus-Handicapper – denn das perfekte Material hilft Spielern jeder Stärke.

www.big-sport.com

Die Kunden-Lounge im Fitting-Center. Foto: BIG-Sport

 

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