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Kleines Golf ABC

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Jede Sportart hat ihre Eigenheiten. Zu einem einfachen Regelwerk mit nur etwas mehr als zwei Dutzend Regeln (allerdings einer Reihe von Ausführungsbestimmungen, den „decisions“ von vielen hundert Seiten) hat Golf auch eine eigene Sprache. Diese zu verstehen, brauchen manche Golfer ein Leben lang. Hier die wichtigsten Begriffe:

A

Abschlag: Als Abschlag bezeichnet man die Stelle am Anfang einer jeden Spielbahn (Lochs), von der aus der erste Schlag (ebenfalls Abschlag genannt) ausgeführt wird. Im Allgemeinen schlagen Männer von den gelben bzw. weißen (Champion-Tees) Markierungen ab. Damen und Jugendliche beginnen von den roten bzw. schwarzen (Ladies-Champions) Markierungen, die sich am Abschlagbefinden. Nur beim Abschlag darf der Ball auf ein Tee“ aufgelegt werden.

Albatros: Ein Ergebnis, bei dem ein Loch mit drei Schlägen unter Par gespielt wurde. Andere Bezeichnung: Double eagle.

All square: Der Spielstand der Gegner ist gleich (nur beim Lochspiel).

Approach: Annäherungsschlag zum Loch.

As: Auch: Hole-in-One. Schlag, der den Ball direkt vom Abschlag ins Loch befördert (funktioniert meist nur auf Par-3-Löchern)

Aufteen: Den Ball auf das Tee legen.

Aus: Auch: Out-of-Bounds. Fläche außerhalb der Spielbahnen, auf der nicht gespielt werden darf. Die Grenze zum Aus wird durch weiße Pflöcke oder Zäune markiert.

Ausrüstung: Alles, was vom oder für den Spieler getragen oder mitgeführt wird. Laut Regel gehört der im Spiel befindliche Ball und ein kleiner Gegenstand zum Markieren der Lage des Balles übrigens nicht zur Ausrüstung, sondern zum Spiel.Der Spieler darf nicht mehr als 14 Schläger mit sich führen!

B

Backspin: Durch das Auftreffen des schrägen Schlägerblattes auf den Ball ersteht der Backspin. Dadurch fliegt der Ball in der Luft besonders ruhig und bei der Landung etwas abbremst. Pros schlagen einen extremem Backspin (vor allem bei Schlägen ins Grün) und lassen den Ball durch den starken Rückwärtsdrall ein Stück zurückrollen. (Den B. schlagen nur Professionals – bei Amateuren bleibt er ein Wunschtraum.)

Backswing: Der Rückschwung des Schlägers (Ausholbewegung).

Bag: Die Tasche zum Aufbewahren und Transport der Golfschläger und des Golfequipments.

Bag Tag: Plastikschild des Heimatclubs, das an der Golftasche befestigt wird (manche Golfer sammeln die Anhänger auch!).

Balata: Ein kautschukähnliches Naturprodukt,  das auch synthetisch erzeugt wird und aus dem die Außenhaut hochwertiger Golfbälle besteht.

Ball: Spielgerät mit 1,68 Inch (4,26 Zentimeter) Durchmesser, rund 46 Gramm schwer.

Bestball: Wettspiel, in dem gegen das beste Score der Mitspieler gespielt wird.

Birdie: Wird ein Loch „eins unter Par“ beendet, so spricht man von einem Birdie. Benötigt man bei einem Par 4 nur drei Schläge ist das ein Birdie.

Blind Hole: Ein Loch, bei dem vom Abschlag aus die Landezone des Balls nicht zu sehen ist.

Bogey: Ein B. spielt man, wenn man einen Schlag mehr als das Par des jeweiligen Loches benötigt (z.B. fünf Schläge am Par 4).

Break: Gefälle auf dem Grün. Abweichung der geraden Puttlinie durch Bodenwellen auf dem Grün zwischen der Lage des Balles und dem Loch.

Brutto: Das Spielergebnis ohne Abzug der Vorgabe (Professionals spielen ohne Vorgabe, also immer mit Brutto-Wertung).

Bunker: Mit Sand gefüllte Mulden, als Hindernisse meist an den Greens gelegen.

C

Caddy: Der Caddy ist diejenige Person, die dem Spieler unter anderem die Golftasche trägt. Gute Caddies haben jedoch noch weitaus bedeutendere Aufgaben: Sie helfen u.a. bei der richtigen Zahl der Schläger, geben dem Spieler Tipps bezüglich der Puttlinie. Die Caddies der professionellen Tour-Golfer bekommen ein anteiliges Honorar; verdient der Pro gut, verdient auch sein Caddy gut. Als Caddie bezeichnet man auch Wägelchen, auf denen das Bag (Golftasche) befestigt wird.

Carry: Entfernung, die der Ball nach dem Schlag in der Luft bis zum Auftreffen am Boden zurücklegt.

Cart: Fahrzeug, um Golfer und ihre Ausrüstung über den Golfplatz zu befördern.

Chip: Der Annäherungsschlag zur Fahne. Beim C. rollt der Ball – im Gegensatz zum Pitch – den größten Teil der zurückgelegten Distanz.

Clubhead: Bezeichnung für den Schlägerkopf.

Clubs: Bezeichnung für Golfschläger.

Cut: Qualifikation für die Schlußrunden eines Zählspiels. Oder Bezeichnung für einen angeschnittenen Ball, dessen Flugbahn von links nach rechts verläuft (bei Rechtshändern).

D

DGV: Dachverband von über 830 deutschen Golfclubs. Der 1907 gegründete Verband mit Sitz in Wiesbaden ist für die Vorgaberichtlinien, die Wettspiel-Modi, sowohl Leistungs- als auch Breitensport, Nachwuchsarbeit etc. verantwortlich.

Dimples: Runde Vertiefungen in der Schale des Balles. Anzahl, Form und Anordnung sind entscheidend für die Flugeigenschaften. Spitzenbälle werden mit mehr als 400 Dimples auf der Oberfläche ausgestattet.

Divot: Das beim Schlag herausgeschlagene Rasenstück, das tunlichst wieder eingesetzt und festgetreten wird.

Dogleg: Eigentlich: Hundebein. Eine Spielbahn, bei der das Fairway nach links oder rechts abbiegt.

Double Bogey: Ergebnis, bei dem ein Loch mit zwei Schlägen über Par gespielt wurde.

Down: Die Anzahl von Löchern, die ein Spieler beim Lochspiel hinter seinem Gegner ist.

Driven: Schlagen des Balles auf große Entfernungen.

Driver: Bezeichnung für das Holz 1, das vorwiegend beim Abschlag benutzt wird. Der Driver hat den längsten Schaft und den steilsten Neigungswinkel am Schlägerkopf, womit niedrige Flugbahnen und damit die längsten Schlagweiten erreicht werden. Für Anfänger ein Gerät, das kaum beherrschbar ist.

Driving Range: Übungsbereich am Golfplatz für das Schlagtraining. Häufig falsch geschrieben: Ranch.

Droppen: Fallenlassen des Balles entsprechend den Regeln, wobei der Arm in Schulterhöhe gestreckt sein muss.

E

Eagle: „Einen Eagle spielen“ bedeutet ein Loch mit zwei unter Par“ zu beenden, also zwei Schläge weniger zu benötigen, als vorgegeben. Bei einem Par 5 ist also eine drei ein Eagle. Ein Eagle aneinem Par 3 ist also gleichzeitig auch ein As.

Ebene: Als Ebene bezeichnet man den Winkel des Schwungbogens im Verhältnis zum Boden.

Ehre: Das Recht, als erster Spieler abzuschlagen. Beim ersten Abschlag steht dies dem Spieler mit dem niedrigsten Handicap zu, in der Folge dem, der am vorangegangenen Loch die wenigsten Schläge hatte.

Eingelocht: Sinn des Spiels. Ein Ball gilt als eingelocht, wenn er vollständig, innerhalb des Loches und unterhalb der Ebene des Lochrandes zum Liegen kommt.

Eisen: Schläger, die früher grundsätzlich einen Schlägerkopf aus Eisen hatten, während heute auch andere Metalle und Legierungen verarbeitet werden. Die verschiedenen Eisen unterscheiden sich im Wesentlichen in der Länge der Schäfte und in der Neigung des Lofts

Etikette: Das korrekte Verhalten auf dem Golfplatz. Sie dient zum flüssigen und fairen Golfspiel und wird, wie die Golfregeln auch, von R&A und USGA festgelegt. Das Nichtbeachten zieht keine Strafschläge nach sich.

Extra Holes: Zusätzliche Löcher, die nach Ende eines Wettspiels zur Ermittlung des Siegers gespielt werden, wenn zwei oder mehrere Spieler das gleiche Ergebnis haben.

F

Fade: Ein Ballflug mit einer Kurve von links nach rechts (beim Rechtshänder).

Fahne: Auch: Flaggenstock oder Pin. Kennzeichnung des Lochs auf dem Grün. Die Länge beträgt im Regelfall etwa zwei Meter, am oberen Ende befindet sich ein Wimpel aus weißem oder farbigem Stoff.

Fairway: Die Spielbahn zwischen Abschlag und Grün. Es ist besonders kurz gemäht und wird von dem höheren Rough begrenzt.

Fett: Ein fett (zu tief) getroffener Ball nimmt zu viel Boden mit und erreicht deswegen nicht die gewünschte Weite.

Finish: Die Endposition des Spielers nach dem Durchschwung.

Flex: Die Bezeichnung für die Längs-Steifigkeit des Schlägerschaftes. Die „weichsten“ Schäfte tragen die Bezeichnung „L“ (Ladies), danach folgen „A“ (Allround), „R“ (Regular), „S“ (Stiff) und die steifsten sind mit „X“ (Extra stiff) gekennzeichnet.

Flight: Wettspielgruppe aus mehreren (höchstens vier) Spielern oder auch die Flugbahn des Balles. Im englischen Sprachraum unbekannt, hier heißen Golfergruppen ganz einfach “groups”.

Fore: Warnruf, der immer dann möglichst laut zu rufen ist, wenn ein geschlagener Ball einen anderen Spieler gefährden könnte. Dieser weltweit gültige Ruf hat seine Wurzeln angeblich im militärischen Bereich. Bereits im 16. Jahrhundert sollen englische Soldaten mit dem Ruf „beware before“ einander vor Gefahren gewarnt haben.

G

Grain: Wuchsrichtung der Grashalme auf dem Grün, welche durch den jeweiligen Schnitt verursacht wird. Wird der Ball mit dem G. geputtet, läuft er meist schneller, als gegen den Strich.

Grand Slam: Der Gewinn der vier Majors, der wichtigsten Turniere der Golfprofessionals, in einem Jahr.

Grün: Das Grün oder Green ist die am kürzesten geschnittene Grasfläche am Ende eines jeden Loches. Auf dem Grün befindet sich die Fahne und das Loch, in welches der Ball geschlagen werden muß.

Greenfee: Die Gebühr, welche ein Spieler auf einem Platz zahlen muß, um auf ihm spielen zu dürfen. Im Heimatclub zahlt das Mitglied kein G.

Green Jacket: Symbolischer Preis. Der Sieger der US-Masters im Augusta National Golf Club (Georgia) bekommt das GJ durch den Vorjahressieger überreicht.

Greenkeeper: Der besonders ausgebildete Platzwart, der für die Pflege des Golfplatzes verantwortlich ist.

H

Hacker: In den deutschsprachigen Ländern gängige Bezeichnung für einen schlechten Golfspieler (er hackt mehr den Rasen um, als dass er den Ball trifft).

Halbiert: Bezeichnung für ein Loch, das von zwei Spielern (oder zwei Parteien) unentschieden gespielt wurde (beim Lochspiel).

Handicap: Das Handicap zeigt die Spielstärke eines jeden Spielers an. Je niedriger es ist, desto besser ist der Spieler. Das Handicap entspricht der Schlagzahl, die ein Spieler mehr benötigt, als auf einem Platz vorgegeben ist. Hat ein Spieler beispielsweise Handicap 10, so benötigt er auf einem Platz mit Vorgabe 72 durchschnittlich 82 Schläge. Das höchste Handicap in Deutschland ist Handicap 54, das niedrigste ist offiziell Handicap 0. Allerdings spielen Spitzenamateure teilweise Handicaps im Minusbereich.

Heel: Der Teil des Schlägerkopfes, der am nächsten zum Schaft liegt.

Hindernis: Bunker, stehende oder fließende Gewässer werden als H. bezeichnet. Im H. dürfen keine Probeschläge, wohl aber Probeschwünge (ohne Berührung des Bodens) durchgeführt werden.

High-Handicapper: Spieler mit hohem Handicap (ab höheren 20er-Handicaps).

Hole-in-One: Engl. Bezeichnung für ein „As“.

Holz: Früher Schläger mit einem Schlägerkopf aus Holz, die für Abschläge oder lange Fairwayschläge benutzt werden. Heute sind die „Hölzer“ zumeist mit Schlägerköpfen aus Metall oder Verbundstoffen ausgestattet.

Hosel: Stelle des Schafts, an dem er im Eisen oder Holz mündet.

Hook: Schlag, bei dem der Ball in einer Linkskurve fliegt (bei Rechtshändern).

I

In: Auch: Back Nine. Die zweiten neun Löcher eines 18-Loch-Platzes. Die Bezeichnung stammt von den früheren Kursen (Linkskursen), wo man zuerst vom Klubhaus weg- und dann wieder zurückspielte.

Inch: Maßeinheit und entspricht 2,54 Zentimetern. Dieses englische Maß wird – wie auch die Größen Feet und Yard – weltweit auf Golfplätzen verwendet. Auch die Regularien über die Größe von Ball und Schläger benutzen diese Maßeinheiten. Die Industrie gibt mit Inch z. B. Taschengrößen und Schaftlängen an.

Iron: Golfschläger, die einen Schlägerkopf aus Metall besitzen (siehe Eisen).

J

Jerk: Eine im Schwung plötzlich auftretende, ruckartige Bewegung.

Jigger: Ein kurzschaftiger Hickoryschläger, mit dem früher aus der Nähe des Grüns gespielt wurde. Vergleichbar mit dem heutigen Eisen 7 oder 8.

K

Kippen: Falsche Schulterbewegung während des Rückschwungs. Dabei dreht sich die linke Schulter nicht mit, sondern sackt ab (beim Rechtshänder).

Kleidung: Zwar gibt es keine offizielle Kleiderordnung, einige Golfclubs jedoch schreiben eine gewisse Kleidung auf der Runde vor. Diese Vorschriften gehören zur Etikette (siehe dort) und sind somit allgemeingültig. Demnach sollte der Herr auf der Runde keine ärmellosen Shirts oder die Dame zu knappe Shorts tragen. Jeans waren bis vor kurzem nicht so gerne gesehen, können aber meist problemlos getragen werden.

Knickerbocker: Wieder modern gewordene klassische Herrenhose aus den 30er Jahren. Prominentester Vertreter bei den Profis, der die Knickerbocker zu seinem Markenzeichen machte, war Payne Stewart.

Kompression: Die Maßzahl für jenen Druck, durch den der Ball im Test mit einem Standardgewicht deformiert wird, bezeichnet die Ballhärte. Ein Ball mit C (=Compression) 100 ist härter als ein solcher mit 80 oder 90.

Kurzes Spiel: Als kurzes Spiel werden Schläge mit den Eisen 7, 8, 9 sowie Pitching Wedge, Sandwedge und Putter bezeichnet. Alle Schläge mit diesen Schlägern dienen der Annäherung bzw. dem Einlochen und finden am Ende der jeweiligen Spielbahn statt.

L

Lady: Im deutschsprachigen Raum verwendeter umgangssprachlicher Ausdruck für einen missglückten Abschlag eines männlichen Spielers, wobei der Ball nicht einmal über die Abschlaglinie des kürzeren Damen-Abschlages fliegt (meist rollt). Üblicherweise lädt der Spieler, der die L. gespielt hat, die Mitspieler seines Flights nach der Runde auf ein Getränk im Clubhaus ein.

Langer: Bernhard L. der beste deutsche Golfer aller Zeiten,. Langer, geboren in Anhausen bei Augsburg, lebt in Florida und war als Krönung seiner langen Karriere 2004 Kapitän des siegreichen Ryder Cup Teams Europa.

Langes Spiel: Das auf möglichst große Weiten ausgerichtete Spiel auf dem Fairway mit Hölzern oder langen Eisen.

Late Hit: Wenn die Bewegungsabläufe von Rück- und Abschwung falsches Timing haben, kommt es zu einem „verspäteten Schlag“, bei dem der Ball nicht im richtigen Winkel geschlagen werden kann.

Lie: 1. Der Winkel zwischen Schlägerschaft und Schlägersohle. 2. Die Stelle, an der der Ball zur Ruhe kommt.

Links: Küstenplätze im Dünengelände. Sie sind Wind und Wetter extrem ausgesetzt und stellen hohe Anforderungen an die Spieler. Die Besonderheit eines klassischen Links-Platzes liegt darin, dass das neunte Loch am weitesten vom Clubhaus entfernt ist. Zu diesem Loch spielt man hinaus (out) und von dort wieder herein (in).

Lob: Hoher, sehr kurzer Schlag auf das Grün.

Loch: Zylinderförmige Aushebung auf dem Grün, das einen Durchmesser von 4 1/4 inch (10,8 cm) und eine Tiefe von mindestens 4 inch (10,2 cm) aufweist. Das Spiel ist beendet, wenn der Ball ins L. fällt. Als Loch bezeichnet man auch jede einzelne Spielbahn an sich.

Lochspiel: Auch: Match Play. Bei dieser Spielform wird nicht die Zahl der Schläge für alle Löcher zusammengezählt, sondern es wird „um jedes Loch“ gespielt (der Spieler mit der geringeren Anzahl der Schläge gewinnt das Loch).

Loft: Der Winkel zwischen der Sohle des Schlägerkopfes und dem Schlägerblatt. Die Schrägstellung der Schlagfläche hat Auswirkungen auf  die Länge der Flugbahn des Balles (das für größere Weiten verwendete Eisen 3 hat weniger Loft als etwa ein Eisen 9).

Longest Drive: Bei Clubturnieren auf einem bestimmten Loch ausgeschriebener Sonderpreis für den weitesten, auf dem Fairway platzierten Abschlag.

Longhitter: Spieler mit besonders langen Schlägen.

Luftschlag: Ein Schlag, bei dem der Ball nicht getroffen wurde, der laut Regel jedoch trotzdem zählt, weil es sich um einen absichtlichen Schlagversuch handelte.

M

Majors: Die vier wichtigsten Turniere der Welt: das US Masters (das immer in Augusta ausgetragen wird), die US Open, die British Open (die grundsätzlich auf Links-Plätzen gespielt werden) und die US-PGA-Championship.

Marker: Auch: Scorer oder Zähler. Der Mitspieler, der bei einem Turnier die Schläge eines anderen Spieler zählt. Auch: Die weißen, gelben, schwarzen und roten Markierungen an den Abschlägen eines jeden Loches werden Marker genannt.

Marshal: Ordnungshüter, der dafür sorgt, dass die auf dem Platz befindlichen Spieler die Etikette einhalten und der Spielfluss nicht verzögert wird.

Medal Play: Gängige englische Bezeichnung für Zählwettspiel.

Mulligan: Ein Wiederholungsschlag nach einem nicht gerechneten (Fehl-)Schlag. Dies ist in den Regeln nicht vorgesehen, wird aber in freundschaftlichen Spielrunden angewandt. M. geht zurück auf einen Iren namens Ferguson O´Shaugnessy Mulligan, der diese Erleichterung für den ersten Abschlag eines Freundschaftsspiels praktizierte. Manche Quellen nennen dafür auch einen Kanadier gleichen Namens. Andere wieder einen Chauffeur, der mitspielte und für seine Mühe mit M. belohnt wurde.

N

Nap: Als Nap bezeichnet man die Art des Graswuchses auf dem Grün.

Nassau: Eine Wettspielart für Privatrunden aus den USA, bei der es für den Gewinn der ersten, dann der zweiten neun Löcher sowie für das beste Gesamtergebnis jeweils einen Punkt gibt. Diese Wettspielart kann sowohl als Loch- oder als Zählspiel durchgeführt werden.

Nearest-to-the-Pin: Häufig bei Clubturnieren auf einem bestimmten Par-3-Loch ausgeschriebene Sonderwertung, die derjenige Spieler gewinnt, dessen Abschlag am nächsten bei einem bestimmten Loch und damit beim Flaggenstock (eben „nearest to the pin“) zum Liegen kommt.

Netto: Die Anzahl der auf der Runde insgesamt benötigten Schläge, abzüglich des Handicaps des Spielers.

Neunzehntes Loch: Als neunzehntes Loch wird das Clubhaus/Restaurant bezeichnet, da es üblicherweise der nächste bzw. erste Stopp nach dem 18. Loch ist.

Niblick: Alte Bezeichnung für das heutige Eisen 9.

No Return: Der Spieler hat bei einem Turnier seine Scorekarte nach dem Spiel nicht abgegeben (NR). Das Turnier wird für sein Handicap mit negativem Ergebnis berücksichtigt (Heraufsetzung des Handicaps um 0,1 Punkte).

O

Offen: Als offene Fußstellung (oder Standposition) bezeichnet man jene Ausrichtung des Körpers beim Ansprechen des Balles, bei der die zwischen den Schuhspitzen gedachte und in Richtung Ziel verlängerte Linie auf einen Punkt links vom Ziel weist.

Offene Wettpiele: Turniere eines Clubs, an denen im Gegensatz zu internen Wettspielen auch Golfer anderer Clubs mitspielen dürfen.

Offset-Schläger: Bei dieser Schlägerart ist die Schlagfläche etwas hinter die Schaftachse versetzt. Die Hersteller geben an, dass dadurch ein unerwünschter Slice besser verhindert wird.

Open: Offene Meisterschaften, an denen sowohl Amateure als auch Professionals teilnehmen können.

Order of Merit: Die europäische Rangliste für Preisgelder, bei der nur gewonnene Preisgelder der offiziellen PGA European Tour zählen.

Out: Auch: Front nine. Die ersten neun Löcher des Platzes (bei denen man vom Clubhaus wegspielt).

Out-of-Bounds: Gängige (englische) Bezeichnung für das Aus.

Overclub: Falsche Schlägerwahl, bei der der Schlag den Ball über das Ziel hinausbefördert.

P

Par: Die Schlagvorgabe jeder Spielbahn (jedes Lochs) und der gesamten Platzrunde. Der Begriff ist eine Abkürzung der Bezeichnung „Professional Average Result“. Das Par ergibt sich aus der vermessenen Länge der jeweiligen Spielbahn sowie für den gesamten Platz aus der Summe der Spielbahnen.

PGA: Abkürzung für „Professional Golfers Association“. Der Verband, in dem Golf-Berufsspieler (Tour-Pros und Golflehrer) zusammengeschlossen sind.

Pin: Engl. Bezeichnung für den Flaggenstock (Fahne), der das Loch auf dem Grün kennzeichnet.

Pitchen: Kurzer, hoher Annäherungs-Schlag in Richtung Fahne.

Pitchmarke: Vertiefung, die der Ball auf dem Grün hinterlässt, wenn er nach einem hohen Schlag auftrifft. Laut Etikette müssen die Spieler ihre Pitchmarken (mit der dafür vorgesehenen Pitchgabel) ausbessern.

Pitching Range: Übungsbereich, auf dem das Pitchen und Bunkerschläge geübt werden können.

Platzregeln: Auch: Local Rules. Sonderregeln, die aufgrund besonderer Umstände von einem Club dauernd oder zeitweilig erlassen werden. Platzregeln müssen mit den grundsätzlichen Golfregeln übereinstimmen und dürfen Strafen, die nach den Golfregeln zu geben sind, nicht außer Kraft setzen.

Platzreife: (PR) Auch: Platzerlaubnis (PE). Die Platzreife erlaubt Golfern, auf dem Platz zu spielen. Um die  Platzerlaubnis zu erlangen, muss man beim Golf-Pro eines Clubs eine Prüfung (sowohl praktisch als auch theoretisch) ablegen.

Play-off: Stechen (Entscheidungsspiel) bei einem Gleichstand nach einem Wettspiel. Siehe auch: Sudden Death.

Plus-Vorgabe: Handicap-Vorgabe für Spitzen-Amateure, die den Platzstandard unterspielen.

Pro: Kurzbezeichnung für einen Golf-Professional. Berufsspieler bezeichnet man auch als Playing Pro oder Tour Pro, einen Golflehrer als Teaching Pro.

Pro-Am: Form eines Wettspiels, bei dem Amateure mit einem Pro ein Team bilden.

Proette: Bezeichnung für Golflehrerinnen und Berufsspielerinnen.

Provisorischer Ball: Ein gemäß den Regeln ins Spiel gebrachter Ersatzball, wenn der Spieler vermutet, dass der von ihm geschlagene Ball verloren oder im Aus gelandet sein könnte.

Public Course: Öffentlicher Golfplatz, auf dem jeder – auch ohne Clubzugehörigkeit – gegen Greenfee spielen kann. Leider in Mitteleuropa noch die Ausnahme.

Putt: Schlag, auf dem Grün, der mit einem speziellen Schläger (dem Putter) durchgeführt wird.

Putting Green: Bezeichnung für das mit mehreren Löchern versehene Übungsgrün auf dem das Putten geübt wird.

Q

Quit: Das Verlangsamen des Schlägerkopfes vor dem Treffmoment wird als Quit bezeichnet.

R

R&A. Kürzel für Royal & Ancient Club of St. Andrews, Wiege des Golfsports und oberste Regelhüter in Europa (für USA ist dies die USGA = United States Golfers Association).

Rabbit: Bezeichnung für einen Golf-Anfänger, wie dieser die Spielbahnen wie ein Hase im Zickzackkurs bewältigt.

Range-Fee: Gebühr, die man als Gast in einem Golfclub nur für die Benutzung der Driving Range und der anderen Übungsanlagen zu bezahlen hat (sofern man nicht ohnedies Greenfee bezahlt, um auch eine Platzrunde zu spielen).

Recovery: Einen Schlag aus einem Hindernis heraus (recover=zurückkommen).

Rim Out: Ein Ball, der beim Putten den Rand des Loches berührt, aber nicht hineinfällt, wird als Rim Out oder auslippen bezeichnet (in Deutschland oft „Ehrenrunde“).

Rookie: Ein herausragender Neuling der Szene. Der „Rookie of the year“ wird jedes Jahr von der Fachpresse für den Newcomer des Jahres vergeben.

Rough: Das Gelände neben dem Fairway. Häufig ist dort hohes und dichtes Gras zu finden, das die Schläge erschwert.

Ryder Cup: Ein vom Briten Samuel Ryder gegründetes Mannschafts-Wettspiel der Professionals, das heute zum Prestigeduell der besten Golfer der USA und Europas geworden ist. Der Ryder Cup findet alle zwei Jahre statt (2004, 2006, 2008, 2010, 2012, 2014, 2016, 2018  usw.). Seine Austragungsorte wechseln zwischen USA und Europa.

S

Sand Wedge: Schläger, der vor allem benutzt wird, um den Ball aus einem Sandbunker-Hindernis zu schlagen. Dafür ist er deshalb besonders geeignet, da er einen extrem starken Loft hat. Zudem ist er verhältnismäßig kurz.

Schaft: Der Teil des Golfschlägers zwischen Griff und Schlägerkopf.

Schlägerblatt: Die Schlagfläche am Schlägerkopf der Eisen.

Score: Das Ergebnis, die Schlaganzahl eines Golfers, die er pro Loch bzw. pro Runde (üblicherweise 18 Loch) benötigt. Nach jedem Loch wird der Score in die Scorekarte eingetragen. Nach 18 Löchern werden dann die Scores jedes einzelnen Loches addiert. So ergibt sich der Gesamt-Score.

Scorekarte: Die Zählkarte, auf dem die Ergebnisse der einzelnen Löcher notiert werden. Bei Wettspielen wird die Scorekarte von einem Mitspieler geführt.

Semi-Rough: Halbhohes Rough, wo das Gras nicht so kurz geschnitten ist wie auf dem Fairway.

Single-Handicapper: Spieler mit einstelligem Handicap (bis 9).

Slice: Ein Schlag, bei dem die Flugbahn des Balles bogenförmig nach rechts verläuft (bei Rechtshändern).

Socket: Ein Fehlschlag, bei dem der Ball mit der Stelle zwischen Ferse und Schlägerhals des Schlägerblattes getroffen wird und dadurch nach rechts fliegt (beim Rechtshänder). Auch Shank.

Spin: Die dem Ball beim Schlag mitgegebene Drehung um die eigene Achse (auch: Drall oder Effet).

Square: Ausrichtung des Schlägerblattes im rechten Winkel zur gedachten Fluglinie des Balles.

SSS: Abkürzung für „Standard Scratch Score“. Dieser bezeichnet das Ergebnis, das ein Spieler mit Vorgabe 0 auf einem Platz erzielen soll.

Strafschlag: Strafe für einen Spieler, der einen Ball verloren hat oder ihn für unbespielbar erklärte. Für Versuche, sich einen Vorteil zu verschaffen, gibt es zwei Strafschläge.

Sudden Death: Bei Gleichstand in einem Wettspiel werden zusätzliche Löcher gespielt. Wer (bei zwei Spielern) als erster das bessere Score auf einem Loch gegenüber seinem Mitbewerber erzielt, hat gewonnen. Sind mehrere Spieler beteiligt, scheidet pro Zusatzloch jeweils der schlechteste aus. Siehe auch: Play-off.

Surlyn: Kunststoff, der häufig für die Herstellung von Ballschalen verwendet wird, weil er strapazierfähiger als Naturkautschuk ist.

Sweet Spot: Der ideale Auftreffpunkt am Schlägerblatt, der die größtmögliche Energie auf den Ball überträgt.

T

Takeaway: Der Beginn des Rückschwungs, der Ausholbewegung.

Tee: Kleiner Stift aus Holz oder Kunststoff, der beim Abschlag in den Boden gesteckt wird und auf welchem dann der Ball „aufgeteet“ (=aufgelegt) werden darf. Das Aufteen des Balles ist ausschließlich beim ersten Schlag eines jeden Loches gestattet. Der Abschlag an sich, die etwas erhöhte Rasenfläche zu Beginn eines jeden Loches, wird ebenfalls Tee (oder Teebox) genannt.

Thin: Bezeichnung eines Balles, der mit dem Schlägerkopf zu hoch getroffen wurde und damit keine Höhe bekommt.

Tie: Von tie (Knoten) spricht man, wenn zwei oder mehrere Spieler „gleichauf liegen“, das heißt, wenn sie die gleiche Schlaganzahl haben. Sind zwei oder mehrere Spieler nach 18 Löchern tied, so folgt ein Stechen.

Tiger Line: Extrem riskanter Schlag in direkter Linie – meist bei einem Dogleg – wo andere Spieler den sicheren, aber längeren Weg entlang des Fairways vorziehen.

Toppen: Der Ball wird beim Schlag zu weit oben getroffen. Ein „getoppter“ Ball erreicht nicht die dem verwendeten Schläger entsprechende Flughöhe.

Tot: Ein Ball liegt „tot“ an der Fahne, wenn er so nahe zum Loch gespielt wurde, dass er mit dem nächsten Schlag auf jeden Fall eingelocht wird.

Triple Bogey: Unerfreuliches Ergebnis, bei dem ein Loch mit drei Schlägen über Par gespielt wurde.

Trolley: Das mit Rädern versehene Gestell, auf dem das Golfbag über den Platz gezogen wird.

U

Underclub: Im Gegensatz zum Overclub beruht ein Underclub auf einer falschen Schlägerwahl, die ein Nichterreichen des Ziels, trotz optimalen Schlages, zur Folge hat.

Unspielbar: Für unspielbar darf man laut Regeln jeden Ball zu jeder Zeit erklären (Ausnahme: Ball in Hindernissen wie z. B. Bunker). Der Spieler, der seinen Ball für unspielbar erklärt, erhält einen Strafschlag und die Möglichkeit weiterzuspielen.

Up: Im Lochwettspiel die Anzahl der Löcher, die ein Spieler vor seinem Gegner liegt.

V

Vorcaddie: Helfer, der eingesetzt wird, um die Landung der Bälle an schlecht einsehbaren Stellen zu überwachen. Dadurch sollen ein reibungsloser Spielfluß ermöglicht und mehr Sicherheit gewährleistet werden.

Vorgabeklassen: Eine Klassifizierung der Spieler unter Berücksichtigung des jeweiligen Handicaps.

 

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