Mehr Sicherheit beim Autokauf in den USA - golfen.cc

Mehr Sicherheit beim Autokauf in den USA

Mit dem eigenen Auto durch die USA - wie hier vor dem Omni-Hotel in San Francisco. Foto: CB

Land und Leute kennenlernen, die Landschaft genießen und einige der knapp 25.000 Golfplätze kennenzulernen – ein Roadtrip durch die USA stellt für viele Deutsche den Urlaubstraum schlechthin dar. Oftmals bietet sich zur Erkundung des Landes der unbegrenzten Möglichkeiten auch ein Fahrzeugkauf an, statt einen Mietwagen zu wählen. Dann können Reisende ihr Abenteuer in vollen Zügen genießen, ohne sich Sorgen um die für ein Mietauto anfallenden Kosten zu machen. Beim Vertragsabschluss gibt es jedoch Stolperfallen. Rechtsanwalt John L. Urban von der deutschamerikanischen Kanzlei Urban Thier & Federer P.A. kennt die Regelungen für Kaufverträge in den USA und unterstützt deutsche Urlauber bei ihrem Vorhaben.

Versicherungsabschluss nur mit US-Führerschein

Planung spart Zeit und Geld Für Reisende, die einen Aufenthalt von mehr als acht Wochen in den USA planen, stellt der Autokauf meist eine sinnvolle Alternative zum Mietwagen dar. Allerdings bergen der Erwerb sowie der spätere Verkauf einige mehr oder weniger kalkulierbare Risiken. Auf den Abschluss einer Kfz-Versicherung sowie die Anmeldung und die Zahlung von Steuern beim staatlichen “Department of Motor Vehicles”, der amerikanischen Kraftfahrzeugbehörde, dürfen Urlauber auf keinen Fall verzichten.

Bei den Kfz-Versicherungen gibt es verschiedene Regeln, die sich von Bundesstaat zu Bundesstaat unterscheiden. Zum Beispiel erkennen einige Versicherungsgesellschaften in Florida den internationalen Führerschein nicht an, weshalb dort keine Vergabe von Versicherungspolicen ohne den US-Führerschein erfolgt. Für Urlauber besteht aber die Möglichkeit, sich nach Vorlage ihres Führerscheins eine Fahrerlaubnis ausstellen zu lassen – dafür bedarf es jedoch eines Visums. Einige amerikanische Versicherungen empfinden aber auch die Vorlage eines internationalen Führerscheins als ausreichend. So beispielsweise die Allstate Insurance, die Versicherungen derzeit allerdings auf dreißig Tage beschränkt. Solch ein internationaler Führerschein lässt sich bereits in Deutschland bei der zuständigen Führerscheinstelle beantragen. Ebenso besteht die Möglichkeit, sich vor Urlaubsbeginn im Internet über die konkreten Konditionen zu informieren und eine passende Kfz-Versicherung abzuschließen.

Der deutsch-amerikanische Anwalt. John L. Urban. Foto: Privat

Da der Schadenersatz in den USA besonders bei Schmerzensgeldansprüchen meist sehr hoch ausfällt, empfiehlt sich der Abschluss einer Kfz-Versicherung mit weitgehendstem Schutz. „Von Angeboten mit einer geringen Deckungssumme, die lediglich das rechtlich erforderliche Minimum erfüllen, ist abzuraten“, betont Rechtsanwalt John L. Urban. „Es hat sich stets als ratsam erwiesen, eine Vollkaskoversicherung zur angebotenen Höchstsumme abzuschließen.“ Zusätzlich empfiehlt es sich, eine Rechtsschutzversicherung mit einer ausreichenden Deckungssumme von mindestens 100.000 US-Dollar in Betracht zu ziehen, die den Urlauber im Falle eines Unfalls absichert.
Händler oder Privatmann?

Was darf ein Gebrauchtwagen kosten?

Anhaltspunkte für einen angemessenen Kaufpreis bieten die sogenannten Blue Books, die online und in öffentlichen Bibliotheken eingesehen werden können. „Beim Fahrzeugkauf aus privater Hand sollte der Käufer stets auf die Vorlage des Title bestehen, denn nur mithilfe des Fahrzeugbriefs beweist der Autohalter zweifelsfrei den rechtmäßigen Besitz des Wagens“, rät Rechtsanwalt John L. Urban. Zudem besteht hier oft das Risiko, trotz erfolgter Zahlung rechtlich nicht als Autohalter zu gelten, da ein bürokratischer Schritt übersehen wurde. „Bei gewerblichen Verkäufern erweist sich die Vereinbarung eines Rückgaberechts stets als hilfreich, falls in den ersten Tagen nach Kauf Probleme am Fahrzeug auftreten.“ Ein zertifizierter Autohändler verfügt darüber hinaus über einen elektronischen Zugang zu dem betreffenden Department of Motor Vehicles und kann den Title sowie die Anmeldung, die sogenannte Registration, direkt vornehmen. Einige Händler erklären sich darüber hinaus dazu bereit, die Vollkaskoversicherung für den Käufer zu organisieren.

Autokauf entspannt nach Hause abwickeln

„Der Wiederverkauf des Autos nach dem Urlaub stellt sich als weniger problematisch dar, wenn dieser beim gleichen Händler erfolgt wie der Kauf“, erklärt Rechtsanwalt John L. Urban. „Dies liegt an den meist von Staat zu Staat unterschiedlichen Regelungen für die Anmeldung sowie für die Abwicklung der Übertragung des Eigentumsrechts am Wagen.“ Um vor Ort Aufwand und Zeit zu sparen, lohnt es sich also, im Voraus einen zertifizierten Händler ausfindig zu machen und den Kauf und Wiederverkauf des Autos schon vor der Reise zu arrangieren sowie vertraglich festzuhalten. So wartet bei der Ankunft ein zugelassenes, fahrbereites Fahrzeug und der Roadtrip kann beginnen.

 www.urbanthier.de

Kommentar hinterlassen zu "Mehr Sicherheit beim Autokauf in den USA"

Hinterlasse einen Kommentar

E-Mail Adresse wird nicht veröffentlicht.


*


Bitte den Sicherheitscode (Catcha) ausfüllen *

Blogverzeichnis - Bloggerei.de
This website uses cookies to offer you the best experience online. By continuing to use our website, you agree to the use of cookies.