Rio 2016: DGV zieht positive Bilanz der Spiele - golfen.cc

Rio 2016: DGV zieht positive Bilanz der Spiele

Das deutsche Team in Rio: Danny Sharp (Caddie Masson), Caroline Masson, Shaun Clews (Caddie Gal), Sandra Gal, Alex Cejka, Chris Berry (Caddie Cejka), Martin Kaymer, Herren-Bundestrainer Ulrich Zilg und Damen-Bundestrainer Stephan Morales (v.l.n.r.) (Foto: DGV)

Inbee Park (Korea) und Justin Rose (England) sind die ersten Golf-Olympiasieger nach 116 bzw. 112 Jahren. Bei der Rückkehr der Sportart Golf in das Olympische Programm in Rio de Janeiro spielten die deutschen Spielerinnen und Spieler mit vier Top-25-Ergebnissen gut mit, konnten aber um das Rennen um die Medaillen nicht eingreifen. Das Olympia-Comeback war für Golf in Deutschland dennoch ein großer Gewinn.

Am Schlusstag kamen 13.000 Zuschauer, um Justin Rose siegen zu sehen. Foto: Chris Condon/PGA TOUR/IGF

Am Schlusstag kamen 13.000 Zuschauer, um Justin Rose siegen zu sehen. Foto: Chris Condon/PGA TOUR/IGF

„Für alle hier, ob Athleten, Trainer oder Betreuer, war es ein einmaliges, wunderbares, sportliches Erlebnis“, fasst Marcus Neumann, Vorstand Sport des Deutschen Golf Verbandes (DGV) und Teilmannschaftsleiter Golf bei den Spielen in Rio, die zwei Olympiawochen zusammen. Auch die Athleten zeigten sich von ihren ersten Olympischen Spielen begeistert: „Es war nicht nur als Sportler eine tolle Erfahrung, sondern auch als Mensch. Das war alles sehr beeindruckend“, sagte Kaymer nach seinem 15. Rang. Ähnlich äußerte sich auch Alex Cejka, der den 21. Platz belegte: „Was ich in den letzten vier, fünf Tagen gesehen habe, das vergisst man nicht.“

Wie Cejka auf Position 21 beendete Caroline Masson ihre Olympischen Spiele in der Damenkonkurrenz: „Auch wenn es sportlich nicht so lief, wie ich mir das erhofft habe, muss man diese Erfahrung mitnehmen und hoffen, dass man in vier Jahren in Tokio nochmal dabei ist.“ Sandra Gal auf Platz 25 rundete das deutsche Gesamtergebnis ab.

„Sportlich betrachtet, haben die Besten und diese damit auch verdient gewonnen. Unsere Athleten haben prinzipiell im Bereich ihrer Position des Olympic Golf Rankings performt. Auch wenn wir auf den Grüns viel haben liegen lassen und sicher eine gute Chance auf die Top Ten hatten, sind wir dennoch insgesamt sehr zufrieden mit den Leistungen der Vier“, zieht Neumann sein sportliches Fazit.

Ein Gewinn für den Golfsport war sicherlich die Präsenz im frei-empfangbaren Fernsehen. „Für den Golfsport ist Rio nachweislich ein Megaerfolg“, so Neumann. Mit Einschaltquoten von bis zu 5,22 Millionen Zuschauern und einer täglich mehrstündigen Berichterstattung im Livestream erhielt Golf eine nie dagewesene Medienpräsenz. Auch die Außendarstellung der deutschen Spieler war vorbildlich. „Unsere Athleten haben einen perfekten Job als Botschafter des deutschen Golfs und auch für den Golfsport insgesamt gemacht. Das Turnier ist ein gelungenes Comeback für unsere Sportart bei Olympia“, beurteilt DGV-Präsident Claus M. Kobold die Spiele von Rio sehr positiv.

Ebenfalls der neu gebaute Platz, der Olympic Golf Course von Designer Gil Hanse, erhielt viel Lob. „Ich bin überrascht, in welch gutem Zustand der Platz ist, obwohl er ganz neu ist“, schilderte Sandra Gal ihre ersten Eindrücke von der Anlage, die an den Wettkampftagen sehr gut besucht war. Am Finaltag der Herren waren knapp 13.000 Zuschauer vor Ort.

Einen Blick in die Zukunft warf bereits Peter Dawson, Präsident der International Golf Federation: „Wir sind überzeugt, dass die Werte unseres Sports sehr gut mit denen der Olympischen Bewegung übereinstimmen. Ich bin hoffnungsvoll und zuversichtlich, dass Golf auch über 2020 eine Rolle in den Olympischen Spielen haben wird.“

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