Rio 2016/2. Tag: Kein Morgen für Longhitter - golfen.cc

Rio 2016/2. Tag: Kein Morgen für Longhitter

Alex Cejka bleibt auch anch nach Tag 2 bester Deutscher. Foto: Chris Condon/PGA TOUR/IGF

Leichter Regen, Nebel, aber kein Wind. Das war die Wettervorhersage für den zweiten Turniertag beim olympischen Golfturnier in Rio. Die paar Tropfen am Morgen allerdings war den Akteuren sicherlich lieber als der böige Wind des ersten Tages. Der Effekt ist klar. Longhitter werden durch den Regen eingebremst, außerdem haben die Bälle weit weniger Run als bei klarem Wetter. Dafür aber werden die Angriffe aufs Grün leichter. Bälle springen kaum mehr weg, sondern bleiben oben und nehmen Backspin gut an. Im Laufe des Tages ließ der Regen allerdings nach, die Sonne kam heraus und es wurde sogar schwül.

Henrik Stenson bleibt dran

Das Terrain war also bereitet für gutes Golf – zumindest für die Vertreter all jener Nationen, die mit Regen gut umgehen können. Henrik Stenson, der coole Schwede, legte ordentlich los und hatte nach drei Löchern auf sechs unter gestellt und schickte sich an, den bis dahin allein führenden Marcus Fraser aus Australien einzuholen, unter anderem mit einem gestopften 35-Meter-Putt. Nach den ersten Neun lag Stenson mit sieben unter auf dem geteilten 2. Platz. Minus acht blieben dem Skandinavier bis zum Schluss auf der Scorekarte: Platz 3.

Fraser spielte eine solide erste Neun, allerdings nicht mehr so spektakulär wie am Vortag. Dennoch waren es auf den ersten Neun zwei unter, die er zum Gesamtergebnis von -10 addierte. An der 16 verabschiedete sich der Australier dann mit einem Bogey von der Zweistelligkeit. Auf dem 18. Grün schloss der Belgier Thomas Pieters zum Australier auf: geteilte Führung. Doch diese reichte nur für einige Minuten. Der Australier Fraser zog mit einem Birdie auf der 18 wieder davon: Alleinige Führung, -10.

Alex Cejka bleibt bester Deutscher

Alex Cejka sammelte Par um Par, bis er auf der 7 und der 8 die ersten Birdies einstreute: Platz 4 und -6. Auf den zweiten Neun, die als schwieriger gelten, mußte der Wahl-Münchner viele Pars hinnehmen und beendete die Runde auf dem geteilten 10. Platz. Er gab nach der Runde zu Protokoll: „Ich musste auf den ersten sechs, sieben Löchern bei dem schlechten Wetter kämpfen. Insgesamt habe richtig gut gespielt, aber auf den hinteren Neun ein paar unnötige Schlagverluste gehabt. Dennoch, mit einer Even-Par-Runde bin ich ganz zufrieden. Ich bin immer noch in einer guten Position. Es sind noch zwei Runden zu spielen und da ist alles möglich. Aber es ist ein ganz starkes Feld und man muss einfach so gut spielen wie es geht und hoffen, dass es reicht.“

Kaymer: Putter muss heiß laufen

Martin Kaymer kam im letzten Flight des Tages schwer ins Spiel und startete mit Par, Bogey, Par, Bogey. In Folge dümpelte der Mettmanner bei even Par dahin. Erst auf der 10 spielte er das erste Birdie des Tages. Ein weiteres dann auf der 12: -1 und Platz 22. Martin Kaymer: „Ich habe heute ein bisschen das negative Momentum von gestern mit auf die ersten 9 genommen. Danach habe ich mich auf den zweiten Neun gut zurückgekämpft und viele Chancen erarbeitet. Die Position ist natürlich nicht die, die ich nach zwei Tagen haben wollte, aber wenn der Putter auf dem Platz mal ein bisschen wärmer würde, könnte ich wirklich tiefe Runden spielen.“

Da beim olympischen Turnier nur 60 Starter am Start sind, gibt es keinen Cut, niemand muss vorzeitig nach Hause. Die rote Laterne, die zwischenzeitlich auch einmal der US-Star Rickie Fowler trug, wird vom Taiwanesen Wen-Tang Lin gehalten. Er notiert mit zwei 77er Runden eine 12 über auf seiner Scorekarte.

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