Runderneuerung für den Männerkopf - golfen.cc
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Runderneuerung für den Männerkopf

Die Riege des Barber House in der Fraunhoferstrasse in München. Foto: BS

Ich muss es zu meiner Schande eingestehen, ich bin jenseits der 60 und zum ersten Mal rasiert worden. Meinen ergrauten 3-Tage-Bart stutze ich mindestens wöchentlich einmal mit einem speziellen Barttrimmer. Aber mit Rasiermesser, heißen Kompressen und Bartwichse ist mein Vollbart noch nie behandelt worden.

Ort der Handlung: Eines von zwei Münchner Barber Houses, die sich darauf spezialisiert haben, ausschließlich Männerköpfe zu verwöhnen. Dazu zählt auch eine Faden-Epilierung von überflüssigen Augenbrauen und Gesichtsbehaarung dort, wo sie stört. Ein Abflammen und feinsten Härchen an den Ohren und ein Haarschnitt – konventionell oder a la „Ben Kingsley“ (also Kahlkopf?) – die Mitarbeiter von Dirk Schlobach sind am Messer, an der Schere und an der Schermaschine wahre Virtuosen. Ich habe mich aufgrund von Vorhandensein Bart und Haupthaar für das Angebot „Ernest Hemingway“ entschieden

Ben Kingsley oder Ernest Hemingway?

Klassisches Ambiente in dunklem Holz und Retro-Friseursessel. Ein Espresso zur Begrüßung, kein langweiliges Schicki-Micki-Getue, sondern professionelle und kundige Fachleute, machen einen solchen Barberbesuch auch in der Mittagspause möglich. Allerdings sollte der zu Scherende eine Stunde Zeit mitbringen. Das Rundum-Paket für den Kopf (Haarewaschen und Schneiden, Nassrasur und Entfernen der Ohr und Gesichtsbehaarung mit Massage) kostet 90 Euro. Der Name meiner Anwendung schmeichelt mir: Hemingway. Ich denke, für einen Lookalike-Wettbewerb muss ich meinen Bart länger wachsen lassen, um ihn von Dirk Schlobachs Mannen in Form bringen zu lassen.

Die Pflegeserie von „Triumpf & Desaster“ für den Herren.

Anlaß des Besuchs war kein grauenvoller Vorfall mit einem anderen Barbier, sondern die Vorstellung einer neuen neuseeländischen Pflegeserie für den Mann. Von der Sonnenschutzcreme über Pomaden bis Shampoo und Gesichtsbalsam reicht die Bandbreite der Produkte, die Neuseelands Naturresourcen nutzen und dem gestreßten Mitteleuropäer ein entspanntes Lächeln ins Gesicht zaubern sollen. Nach der Behandlung war dem auch so. Entspannte Gesichtshaut und ein ansehnliches Ergebnis im Spiegel paarten sich mit dezenten, aber wahrnehmbaren Duftnoten aus Sandelholz und Moschus. Der Name der Produkte „Triumph und Desaster“ lassen nicht im mindesten auf diesen erfolgreichen Ausgang schließen.

Das neue Pflegeprogramm ist in den beiden Münchner Barber Houses (Pacellistr. 5 und Fraunhoferstr. 20) ab sofort erhältlich.

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