Ryder Cup 2016: USA gewinnt überlegen - golfen.cc
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Ryder Cup 2016: USA gewinnt überlegen

Darren Clarke mit dem Cup, um den es geht. Foto: Andrew Redington/Getty Images

60.000 frenetische Fans, Rückstand nach den Fourballs und Foursomes, diese Mischung war zuviel für Europas Topgolfer. Rory McIlroy und Co konnten gegen die stark spielenden Amerikaner nichts mehr zusetzen. So war es am Morgen des Finaltages abzusehen, dass der 41. Ryder Cup an die USA geht. Nur Martin Kaymer, Henrik Stenson, Rafa Cabrera Bello und Rookie Martin Pieters könnten ihre Einzel gewinnen. Zu wenig für einen Sieg, bei dem 14 Punkte erreicht werden mussten. Magere 11 Punkte konnte das Team Europe auf seinem Konto ansammeln.

Große Diskussion am Rande des Ryder Cups

Selbst amerikanische TV Kommentatoren fiel es auf, dass die ständigen Zwischenrufe der US Fans den Spielbetrieb des Teams Europas störten. Zwischenrufe, die oft ausgesprochen unsportlich waren. Das Übliche „In-the-hole“-Geplärre schon beim Abschlag – was besonders unsinnig ist Par 5 Löchern – wurde noch getoppt von schrillen Buh-Rufen und purer Bierzelt-Stimmung bei der Vorbereitung der europäischen Spieler auf den Putt. „Three putt“, „there putt“ leitete so manchen Putt von Rory McIlroy und seinen Teamgefährten ein. Ein TV Kommentator nahm die Fans im Midwesten in Schutz, man könne von Sport-Fans nicht erwarten, dass sie wissen, wie man sich auf Golfplätzen benehme. Immerhin wären dies Fans, die sonst nur in Football oder Eishockey anschauen würden und Baseball-Stadien zu Hause wären. Außerdem seien die europäischen Golfer etwas dünnhäutig, wenn es darum ginge, Begeisterung gegen sich gerichtet zu sehen.

Diese Wortbeiträge erwähnten auch den entscheidenden Putt von Brookline beim Ryder Cup 1999. Als Bernhard Langer für Europa die Niederlage abwehren hätte könne, US Fans aber unter der Erwartung der kommenden Sieges ständig brüllten und einen regulären Putt des Deutschen nicht mehr zuließen. Das Verhalten der US Fans ist damals in den europäischen Medien als die Schande von Brookline in die Golfgeschichte eingegangen.

Allerdings erwähnten die Analysten auch, dass viele der europäischen Golfstars die amerikanischen Fans sehr gut kennen würden. Schließlich spielen viele von ihnen regelmäßig auf der US Tour.

Ken Schofield, vormaliger Boss der European Tour, betonte den Spirit of the Game, den die Fans beidseits des Atlantiks zu beachten haben. Die Spieler hätten ein Recht darauf, sich konzentrieren zu können, denn nur so gäbe es bestes Golf zu sehen. Allerdings räumte der Engländer höflich ein, seien Auswüchse auch auf europäischer Seite beobachtet worden. Wörtlich sagte er, dies (randalierenden Fans) sei eine Minderheit in Europa wie in den USA.

Und es kam, wie es kommen musste. USA gewann mit 17 zu 11! S0 deutlich wie selten. Und das, obwohl US-Kapitän Davis Love III den Europäern bestätigte, dass das Team Europa gut war wie nie zuvor. Bei der abschließenden Pressekonferenz war das US Team gut drauf und kam aus dem feixen nicht heraus. Die roten Nasen und Bäckchen kamen nicht allein von der sengenden Sonne Minnesotas. Getränkesponsor Morton Rothschild ließ sich nicht lumpen, Champagner floss und spritzte in Strömen. Eine Flasche davon stand sogar auf Davis Loves Tisch bei der Pressekonferenz.

Nach drei Niederlagen gegen Europa in Folge hatten die US Boys auch genügend Druck im Vorfeld  und allen Grund zur Freude.

Europa dagegen wird es mit Fassung nehmen, denn mit sechs Rockies hatte keiner erwartet, Bäume auszureißen. Schon früh zeichnete sich ab, dass nach vier verloreneren Foursomes am Freitagmorgen, es ganz schwer werden wird, das Match zu drehen. Bisher war es Europas Stärke, bei den Teamspielen die Punkte zu holen, die nötig sind, um die in den Einzeln stärkeren Amerikanern in die Knie zu zwingen.

 

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