Ryder Cup 2016: Willkommen im Midwesten! - golfen.cc
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Ryder Cup 2016: Willkommen im Midwesten!

Bunkerlandschaften und erhöhte Greens sind Robert Trent Jones' Mittel gegen Longhitter. Foto: Hazeltine

Golf hat in den USA einen anderen Stellenwert, als in Europa. 20 Millionen Golfer, 25.000 Golfplätze und ein schier nicht enden wollendes Potential an jungen Spielern, die aus dem College Golf hervorgehen. So ist es auch kein Wunder, wenn das große Golf nicht in den Brennpunkten New York, Los Angeles, Miami oder Chicago gespielt wird. Der diesjährige Ryder Cup findet in der Provinz statt, im Midwesten. Gut eine halbe Autostunde südlich der Doppelstadt Minneapolis-St. Paul in Chaska.

Club zahlt Ryder Cup-Umbauten selbst

Wasser und Halbinsel-Grüns machen den Platz nicht leichter. Foto: Hazeltine

Wasser und Halbinsel-Grüns machen den Platz nicht leichter. Foto: Hazeltine

Nest im Speckgürtel der Twin-Cities wurde natürlich nicht wahllos ausgewählt. Der Hazeltine National hatte schon alle Turniere zu Gast, die in den USA Rang und Namen haben: U.S. Open, PGA Championship, U.S. Senior Open, U.S. Women’s Open, U.S. Amateurs. Dies vor allem deswegen, weil der Hazeltine National einen berühmten Fürsprecher besitzt: Totton Heflinger, den früher allgewaltigen USPGA-Präsidenten. Zudem ist der Club ein elitäre Gesellschaft. Die Mitglieder sind sich selbst genug, stemmen Umbauten für große Turniere wie den Ryder Cup aus der Portokasse. Aus diesem Grund kann man nicht einfach zum Hazeltine National fahren und für Greenfee spielen.

Alles andere als ein Prunkbau: Das Clubhaus des Hazeltine National. Foto: CB/OLYMPUS DIGITAL CAMERA

Alles andere als ein Prunkbau: Das Clubhaus des Hazeltine National. Foto: CB/OLYMPUS DIGITAL CAMERA

 

Dabei ist das Clubhaus kein Protzbau, wie er in Florida, Texas oder in Kalifornien anzutreffen ist. In der Provinz von Minneapolis gibt man sich bescheiden. Ein schlichter Zweckbau, aber gediegen, im Midwesten hat man Geld, muss aber nicht damit protzen.

Robert Trent Jones und Sohn

Beim Platz hat man nicht gespart. Altmeister Robert Trent Jones und Sohn Rees Jones haben ihn konzipiert bzw. umgebaut. Denn die Längen von einst lassen die Longhitter im dritten Jahrtausend nur schmunzeln. Dennoch finden sich kurze Par 4-Löcher, die es aber in sich haben. Weitenjäger werden gelockt, aber bitte bestraft, wenn sie das Grün oder die Landezone verfehlen. Bunker, Gestrüpp und Wasser. Robert Trent Jones, der Vater der Golfarchitekten Robert Trent Jones jun. und Rees Jones, haben den Platz 1962 in ein hügeliges Terrain hinein modelliert und dabei versucht, die gespielten Scores nicht zu niedrig werden zu lassen. Bei Plätzen aus seiner Feder kann man sicher sein, dass die Spielbahnen sehr natürlich und wenig künstlich sind.

Ein wesentlicher Aspekt für einen Ryder Cup-Platz sind natürlich die Zuschauer. Gut 50.000 Fans stürmen Tag für Tag den Platz – und das benötigt denselben. Personal und Schüler der örtlichen Highschool bekamen kurzerhand Sonderferien. Die Parkplätze werden für Besucher genutzt, die Räumlichkeiten für die Presse.

Bloomington freut sich auf Fans

Die Verantwortlichen der nächsten Stadt, Bloomington am Rande der Twin-Cities, machten schon vor Monaten zufriedene Gesichter. Die PGA hat bereits weit mehr als die Hälfte der gut 50 Hotels zum Ryder-Cup-Termin ausgebucht. Es seien aber noch genug Zimmer im Ostteil der Stadt vorhanden. Natürlich sei man interessiert, über den Ryder Cup hinaus die Aufmerksamkeit, die sich der mittlere Westen der USA durch ein Mega-Ereignis einhandle, zu nutzen.

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