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Studie: Stresskiller Golf

Weite, Ruhe und Entschleunigung - Golf kann das alles. Hier auf dem Golfplatz von Velaa Private Island.

Arbeitnehmer, Partner, Elternteil – viele Menschen erfüllen heute mehrere Rollen und alle möglichst zu 100 Prozent. Kein Wunder, dass sich dem aktuellen TK-Stress-Report zufolge sechs von zehn Menschen in Deutschland gestresst fühlen. Zusätzlich zum Druck von außen, setzen sie sich oft selbst unter Leistungszwang. Wird der Stress zum Dauerzustand, wirkt sich das negativ auf die Physis und Psyche aus: Die Krankenkassen verzeichnen seit 15 Jahren eine Zunahme stressbedingter Krankschreibungen auf 15 Fehltage pro Kopf und Jahr. Durchschnittlich 2,5 Kranktage davon sind auf psychische Beschwerden wie Depressionen und Angststörungen zurückzuführen.

Stress hinterläßt vielfache Schädigungen

„Zu viel Belastung ist Gift für Leib und Seele“, warnt Personal- und Golf-Fitness-Trainer Michael Kleist. Er weiß, warum es so wichtig ist, dem beruflichen und privaten Druck die rote Karte zu zeigen und Wege aus der Stress-Falle zu finden. Stress hinterlässt Spuren Dauerstress kann schädlich sein, denn er beeinträchtigt Körper und Psyche auf vielfache Weise: Durch einen konstant hohen Pegel des Stress-Hormons Cortisol können die Gehirnzellen geschädigt werden, was die Leistungsfähigkeit des Gedächtnisses, die Kreativität und Konzentration einschränkt. „Auch Gereiztheit, Erschöpfung, Angst, Depressionen und Schlafstörungen können durch Stress bedingt werden“, so Kleist. Das Risiko für einen Herzinfarkt oder Schlaganfall steigt, wenn der Blutdruck sich durch den Stress erhöht.

„Die Dauerbelastung schwächt zudem die körpereigene Abwehr und steigert die Anfälligkeit für Infektionskrankheiten. Die Anspannung kann zu schmerzhafte Verspannungen führen und Kopfschmerzen begünstigen. Stress wirkt zudem auf die Magen- und Darmschleimhaut: Sie werden schlechter durchblutet und dadurch anfälliger für Entzündungen“, weiß der Gesundheitsexperte. Auch auf die Sinnesorgane hat Stress negative Auswirkungen: Der Augeninnendruck erhöht sich, was zu Augenleiden wie dem grünen Star führen kann. Das Ohr kann mit einem Hörsturz oder Tinnitus auf den Stress reagieren. „Tabletten und trübe Gedanken ade – wichtig ist, regelmäßig für Auszeiten und Ausgleich zu sorgen“, rät Kleist. „Ein Buch zu lesen oder auch Entspannungs- und Atemübungen sind oft nicht ausreichend. Besser ist es, wenn moderate Bewegung ins Spiel kommt, zum Beispiel eine verletzungsarme Outdoor-Sportart wie das Golfen.“

Energie tanken mit Sport

Martin Kaymer – der beste deutsche Golfer – macht meist einen entspannten Eindruck. Foto: Richard Heathcote/Getty Images für Taylor Made

Der Personaltrainer findet ruhige Sportarten für den Stressabbau ideal: „Beim Golfen auf dem Grün einfach den Alltag hinter sich zu lassen, sich auf sich selbst zu besinnen und an der frischen Luft, ohne hämmernde Beats und Einpeitscher wie in einem Fitness-Studio, zur Ruhe zu kommen, das wirkt optimal gegen Stress. „Kleist weiß, dass Bewegung in vielerlei Hinsicht positiv für den Körper ist: Gemäßigte Belastung stärkt den Herzmuskel und verbessert das Herz-Kreislauf-System. Das Herz arbeitet ökonomischer. Zudem wirkt sie positiv auf das Immunsystem, die Muskeln werden leistungsfähiger, die Knochen stabiler und Gelenke geschmeidiger. Die Bewegung verbessert die Durchblutung, regt die Darmtätigkeit an, beugt Verstopfungen und Entzündungen vor.

Kohlenhydrate und Fette werden verbrannt, was Gewicht reduziert. Neuer Schwung für den Alltag Moderater Sport ist nicht nur die beste Vorsorge gegen Zivilisationskrankheiten wie Herz-Kreislauf-Beschwerden, Diabetes und Rückenschmerzen, sondern auch ideal zum Stressabbau:  „Durch die körperliche Aktivität sinkt nachweislich der Cortisol-Pegel und es werden die Glückshormone Endorphin Serotonin und Dopamin produziert. Sie sorgen für ein Hoch- und gesteigertes Selbstwertgefühl“, so Kleist. „Jede Aktion auf dem Grün macht deshalb glücklich und verbessert die Stresstoleranz, denn sie erfordert Ruhe und Ausgeglichenheit! Bei einer Runde Golf kommen körperliche Fitness und psychische Entspannung ideal zusammen.“ Studien belegen den Erholungseffekt durch Aufenthalte in der Natur: Der Stresspegel sinkt eher in Umgebungen, in denen man, wie auf einem Golfplatz, den Blick schweifen lassen kann, als in unwegsamem Gelände, etwa dichten Wäldern.

Egal, welchen Sport man wählt, auf keinen Fall sollte man sich selbst zu sehr unter Druck setzen: „Beim Golfen kann man zum Beispiel einfach ohne Score spielen und schnellere Flights durchspielen lassen“, sagt VcG-Geschäftsführer Marco Paeke.

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