USA: Meine heißeste Golfrunde - golfen.cc

USA: Meine heißeste Golfrunde

Der Golfplatz liegt rund 70 Meter unter dem Meeeresspiegel. Foto: CB

War es Ihnen zu heiß in diesem Sommer? Schwitzen Sie bei Golfrunden mit 35 Grad? Dann ist dieses Ziel nichts für Sie! Death Valley in Kalifornien ist ein anderes Kaliber. Diese Senke an der Grenze zu Nevada ist eigentlich ein unwirtliches Stück Land. Der Nationalpark Death Valley erstreckt sich über eine Fläche, die an der Ostküste oder gar in Europa für einen Staat reichen würde.

Flirrende Hitze von 138 Grad Fahrenheit, annähernd 50 Grad Celsius, läßt den Salzsee „Badwater“ wie ein gigantisches Backrohr erscheinen. Die Steine und das Salz sind so heiß, dass man es durch die Schuhsohle spürt. Der Wind, der von den umliegenden Hügeln heranpfeift, dörrt aus. Er ist um nichts kühler als die Luft. Diese mißt schon am Vormittag 128 Grad, schlappe 44 Grad Celsius. Den Nimbus, der heißeste Ort der Erde zu sein, darum streiten sich ein Flecken in Libyen und eben das Death Valley.

Vorfahrt mit dem Golfcart im Schatten. Foto: CB

Vorfahrt mit dem Golfcart im Schatten. Foto: CB

Golfplatz dank eigener Quellen

Die Berge um das Tal herum sind grandios: rot, gelb ocker, helles grün. Beinahe alle Farben, die die Erde hervorbringen kann, spiegeln sich hier wieder. Doch nicht alles ist heiß und nur aus Stein. Nur wenige Kilometer von Badwater entfernt, taucht Furnace Creek wie eine Oase auf. Diese Ansiedlung mit einem netten Hotel, das Furnace Creek Inn, einem rustikalen Resort, die Furnace Creek Ranch, drei Campingplätzen und einem 18-Loch-Golfplatz protzen mit Grün, wohin das Auge blickt. Der Golfplatz besitzt vier eigene Quellen und das ist in der Wüste Gold wert.

Die Bungalows im typischen amerikanischen Motel-Stil sind auf 22 Grad herunter gekühlt, die Restaurants und der kleine Supermarkt werden von Klimaanlagen einerseits, von Wasserspühern an den Dachrinnen andererseits für menschliche Bedürfnisse abgekühlt. Draußen auf dem Golfplatz allerdings herrscht das Gesetz der Wüste: Wer kein Wasser hat, steht dumm da.

Der Kojote zerrt und beißt an der Wasserpumpe um an das begehrte Nass zu kommen. Foto: CB

Der Kojote zerrt und beißt an der Wasserpumpe um an das begehrte Nass zu kommen. Foto: CB

Wie gut sie mit der Lebens feindlichen Hitze umgehen können, beweist eine Familie Kojoten. Mutter Kojote unterweist die Kleinen in der Nutzung der Fairwaysprenkler. Sie beißt und zerrt solange an einem Wasserschlauch, bis dieser Wasser in die nähere Umgebung der Tiere abgibt. Der Nachwuchs quittiert dies mit Vergnügen.

Morgens um sieben 38 Grad

Morgens um 7 zeigt das Therometer 38 Grad. Foto: CB

Morgens um 7 zeigt das Therometer 38 Grad. Foto: CB

Bereits morgens um sieben zeigt das Thermometer am kleinen Clubhaus von Furnace Creek 38 Grad Celsius. Da scheint jeder Weg beschwerlich. So hat man den Carts eine Auffahrtsrampe gebaut, damit die Golfspieler bei der Bestellung von Drinks das Wägelchen nicht verlassen müssen. Es reicht schon, den Schatten des Carts zum Schlag zu verlassen.

Natürlich kann man das Death Valley auch in den Wintermonaten ansteuern. Dann herrschen hier Temperaturen von Mitte 20 Grad, die umliegenden Berge zeigen schneebedeckte Gipfel und die gelegentlichen Regenfälle machen aus der Wüste blühende Wiesen. Doch seinen Charme als eine einzigartige Ausnahmesituation entwickelt dieses Stück Kalifornien nur im Juli.

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