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Wenn der Koffer weg ist!

Ein gut gefülltes Bag ist locker mehr wert, als das Montrealer-Abkommen im Verlustfalle auszahlt. Foto: CB

Es ist der Albtraum eines jeden Fluggasts: Das Gepäckband dreht sich und dreht sich und dreht sich und mit jeder Runde, wird der anfängliche Verdacht zur sicheren Gewissheit: Der eigene Koffer ist nicht dabei! Doch auch wenn der Ärger groß ist, besteht kein Grund zur Panik: Wenn das aufgegebene Gepäck verloren geht oder fehlgeleitet wird, hat der Verbraucher Anspruch auf Entschädigung und Unterstützung seitens der Airline.

Doch sich im Dschungel des Reiserechts zu Recht zu finden, ist gar nicht so einfach. Deshalb unterstützt FairPlane als erster und einziger Anbieter in seinem Segment geschädigte Passagiere ab sofort mit seinem neuen Gepäck-Service: Bei verspätetem, verlorenem oder beschädigtem Gepäck können sich Fluggäste ab Mai 2018 an den marktführenden Anbieter für Fluggastrechteservices wenden.

 

Die Rechtsgrundlage

Dass ein Passagier Anspruch auf Unterstützung und Entschädigung bei verlorenem, verspätetem oder beschädigtem Gepäck hat, regelt das „Montrealer Übereinkommen“ bzw. das „Warschauer Abkommen“, welche die Haftungsfragen im internationalen und zivilen Luftverkehr festhalten. Darunter fallen neben den Regelungen zur Personenbeförderung auch das Reisegepäck und der Gütertransport. Das Montrealer Übereinkommen legt fest, dass die Fluggesellschaften für das Gepäck des Passagiers haften und im Falle des Gepäckverlustes oder einer Beschädigung eine Entschädigung von bis zu 1.131 SZR (Sonderziehungsrechte), das entspricht etwa 1.300 Euro, an den Geschädigten zu entrichten ist.

Wenn das Gepäck nach dem Flug fehlt, geht der Stress los. Foto: Fairplane

Wie funktioniert’s?

Der erste Schritt ist bereits am Flughafen zu tun: Wenn der Passagier sein Gepäck nicht oder beschädigt erhält, ist der Schaden unverzüglich am „Lost & Found-Schalter“ sowie am Schalter der jeweiligen Fluglinie zu melden. Unter Vorlage des Baggage Tags, also jenes Abschnitts, den ein Fluggast als Nachweis bei der Gepäckaufgabe erhält, wird im sogenannten PIR-Formular der Schaden schriftlich angezeigt. Dieses Formular dient dem Fluggast als Nachweis für das rechtzeitige Melden des Schadens, denn für diesen gilt es Fristen einzuhalten: Verspätetes Gepäck muss innerhalb von 21 Tagen nach Rückerhalt des Koffers gemeldet werden, verlorenes Gepäck muss innerhalb von zwei Jahren angezeigt werden. Durch das Ausfüllen des PIR-Formulares gilt der Schaden als gemeldet.

Bei beschädigtem Gepäck sind die Fristen deutlich kürzer: Hier muss der Passagier innerhalb von sieben Tagen den Schaden angeben. Da die Fristen recht kurz sind, empfiehlt es sich daher den Flughafen erst zu verlassen, wenn per PIR-Formular der Koffer als nicht erhalten oder beschädigt gemeldet ist. Hat der Passagier den Schaden rechtzeitig gemeldet, kann er im Anschluss einen Anwalt (z.B. FairPlane.de) mit der Bearbeitung seines Falls beauftragen. Damit der Anwalt den Anspruch auf Entschädigung prüfen kann, muss sich der Verbraucher zunächst im Kundenbereich von FairPlane registrieren und einige Daten und Informationen angeben bzw. hochladen. Beides kann einfach und unkompliziert online erledigt werden. Es empfiehlt sich zudem, alle Unterlagen noch direkt im Urlaub hochzuladen, so können eventuelle Belege nicht versehentlich verloren gehen. Sobald alle benötigten Informationen in der Eingabe-Maske eingetragen sind, kann der Kunde FairPlane den Auftrag erteilen.

 

Tipps vom Experten

Damit ein Anspruch auf Entschädigung möglichst erfolgreich durchgesetzt werden kann, sollten geschädigte Fluggäste einige Dinge beachten:

1.        Zum einen sollte natürlich der Schaden rechtzeitig und am besten direkt vor Ort gemeldet werden.

2.       Des Weiteren ist der Verbraucher bei der Anschaffung von Ersatzkäufen, die ihm bei einem verlorenen Gepäck zustehen, in der Schadenminderungspflicht. Das bedeutet, dass alle Anschaffungen nur von „mittlerer Güte“ sein und damit nur im mittleren Preissegment liegen dürfen. Der Passagier sollte zudem alle Rechnungsbelege als Nachweis aufbewahren.

3.       Im Falle eines beschädigten Gepäcks empfiehlt es sich zudem den Schaden noch am Flughafen mit Fotos zu dokumentieren.

4.       Ebenfalls wichtig zu wissen: Schmuck und Wertgegenstände sollten entweder immer im Handgepäck mitgeführt werden oder im aufgegebenen Gepäck zusätzlich versichert sein. Dies kann durch eine entsprechende Wertedeklaration beim Einchecken erfolgen, denn andernfalls ist die verschuldensunabhängige Haftung der Fluglinie auf circa 1.300 Euro begrenzt. Nur bei vorsätzlicher oder fahrlässiger Beschädigung durch die Fluglinie entfällt diese Obergrenze.

 

Auch für Golfgepäck oder Räder gilt grundsätzlich die Haftungsobergrenze (ca. 1.300) des Montrealer Übereinkommens, sodass bis zu dieser bei Nachweis des Schadens auch ohne Verschulden Ersatz geleistet werden muss. Eins sollten Golfer nie tun: Zwei Tragebags in einen Travelcover zwängen. Die Obergrenze tritt in Kraft, egal wie viele Bags es waren.

Am besten versichern

Es gibt bei Gepäck, das wertvoller als „normales“ Gepäck ist, eine Möglichkeit der „Zusatzversicherung“, in dem man eine sogenannte Wertdeklaration macht. Das bedeutet: der Fluggast zeigt beim Einchecken an, dass sein Gepäck mehr wert ist als die Obergrenze der Haftung und kann dann gegen einen Zuschlag (Versicherungsprämie) einen höheren Wert deklarieren und versichern. In diesem Fall haftet dann das Luftfahrtunternehmen im Fall eines Schadens in Höhe des nachgewiesenen Schadens, bis zu der Höhe der vereinbarten Haftungshöchstgrenze.

 

www.fairplane.de/gepaeck-entschaedigung

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